Annahme von Tieren

Ihr habt einen Meerschweinchen Notfall, dann meldet Euch gerne bei mir.

Bitte teilt mir folgende Informationen zu Eurem Tier mit:

  • Name des Meerschweinchens
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht 
  • Herkunft (Names des Züchters, Tierheims, der Privatperson)
  • Bekannte oder vergangene Vorerkrankungen
  • Ergebnis des Meerschweinchen-TÜVs
  • Sonstige wichtige Informationen
    (z. B. Charakter, Verträglichkeit, besondere Bedürfnisse
  • Innen- oder Außenhaltung 
Nur so kann ich entscheiden, ob eine Aufnahme möglich ist.


DERZEIT AUCH AUFNAHME VON UNKASTRIERTEN ADULTEN BÖCKEN


Warum wir keine adulten unkastrierten Böcke mehr aufnehmen – außer in echten Notfällen


Seit vielen Jahren nehmen wir Meerschweinchen auf, die aus den unterschiedlichsten Gründen abgegeben werden. Wir pflegen sie, lassen alle Böcke kastrieren, vergesellschaften sie neu und vermitteln sie in liebevolle Hände.

Doch unsere Kapazitäten sind begrenzt, und immer häufiger stehen wir vor dem gleichen Problem: Rund 70 % der Tiere, die bei uns landen, sind unkastrierte Böcke.


Was macht unkastrierte Böcke so schwierig?

• Sie können nicht sofort vermittelt werden, sondern müssen zunächst kastriert und mindestens sechs Wochen nach der Operation getrennt gehalten werden, da sie in dieser Zeit noch zeugungsfähig sind.

• Sie zeigen oft starkes Revierverhalten, sind schwerer in Gruppen zu integrieren und benötigen dadurch besonders viel Platz, Zeit und Pflege.

• In Notstationen blockieren sie durch die lange Wartezeit dringend benötigte Plätze – während andere Tiere auf Hilfe warten.


Warum wir unsere Kapazitäten schützen müssen

Wir möchten weiterhin echte Notfälle aufnehmen: Tiere, die in akuter Gefahr sind, schlecht gehalten werden oder deren Wohlergehen unmittelbar bedroht ist. Auch für echte menschliche Notfälle haben wir Verständnis.

Aber bei Gründen, etwa wegen Umzug, Allergie, Unverträglichkeit oder Zeitmangel können wir unkastrierte Böcke nicht mehr annehmen. Es ist schlicht nicht mehr zu schaffen, allen Tieren gerecht zu werden.


Verantwortung beginnt beim Kauf

Wir möchten deshalb alle Meerschweinchenhalter*innen ermutigen, von Anfang an nur kastrierte Böcke anzuschaffen oder die Tiere gleich nach Anschaffung kastrieren zu lassen. Die Gründe liegen auf der Hand:

• Kastrierte Böcke sind leichter zu vergesellschaften.

• Sie können stressfreier vermittelt werden.

• Sie bieten mehr Lebensperspektiven – ob in einer Böckchengruppe oder in einer gemischten Haltung mit Weibchen.

• Und sie entlasten Notstationen, sodass wirklich gefährdete Tiere Hilfe bekommen können.


Unser Appell

Bitte denkt schon vor der Anschaffung darüber nach, wie die Zukunft eurer Tiere aussieht.

Eine Kastration ist ein Routineeingriff beim Tierarzt und verhindert viel Leid. Wenn ihr eure Böckchen abgeben müsst, sorgt bitte dafür, dass sie bereits kastriert sind. So haben sie die besten Chancen auf ein neues Zuhause und müssen ggf. nicht erst in eine Notstation.


Wir danken euch von Herzen für euer Verständnis und dafür, dass ihr Verantwortung übernehmt – im Sinne der Tiere.


PS: Zudem klären wir seid über 10 Jahren darüber auf, dass man bitte nur kastrierte Böcke kaufen soll. Wir sind ein wenig beratungsmüde und traurig, dass immer nochsovieleunüberlegteBockanschaffungen getätigt werden. 

Was tun bei gesichteter Tiervernachlässigung?

Seht ihr Tiere, die offensichtlich vom Halter misshandelt oder vernachlässigt werden? 
- die Tiere sind nicht mit ausreichend Wasser versorgt, wirken abgemagert,
- es gibt sichtbare Bisswunden, Parasiten oder andere nicht behandelte Wunden, 
- die Tiere leben in zu kleinen oder verdreckten Käfigen. 

Dann seht nicht weg, sondern handelt! Dokumentiert den Fall, macht Fotos und meldet es dem örtlichen Veterinäramt. Sie werden sich bei ausreichender Beweislage kümmern. Oft wenden sich danndieVeterinärämter nach Prüfung auch an die hiesigen Notstation und Tierheime.

Weitergehende Informationen findet ihr auch unter diesem Link:
https://www.tierschutzverein-dithmarschen.de/dies-und-das/schlechte-haltung-fundtiere/